Behandlungsmethoden

So funktioniert die Behandlung von Herzklappenfehlern

Kann bei einem Herzklappenfehler noch abgewartet werden oder ist bereits eine Operation erforderlich?

Leichte Herzklappenveränderungen werden meist nur beobachtet. Wenn Beschwerden auftreten oder sich bei einer Kontrolluntersuchung eine Verschlechterung zeigt, kommen unterschiedliche Behandlungen infrage: ein operativer Eingriff, ein minimal invasiver Eingriff oder eine katheteterbasierte Implantation. Bei diesen Herzklappenfehler-Behandlungen wird die erkrankte Klappe repariert oder ersetzt.

Die Beschwerden, die Sie im täglichen Leben haben, sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Zeitpunkt des Eingriffes. Doch auch wenn Sie keine Symptome verspüren, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es sich um einen leichten Herzklappenfehler handelt. Verlässt man sich nur auf das subjektive Wohlergehen des Betroffenen, besteht die Gefahr, dass der günstigste Operationszeitpunkt verpasst wird.

Wir raten Ihnen daher, Ihre Kontrolltermine bei Ihrem Kardiologen wahrzunehmen. Dieser betrachtet alle Ihre Untersuchungsbefunde in ihrer Gesamtheit und kann Sie dann individuell beraten: zum tatsächlichen Schweregrad der Erkrankung, zum Verlauf, zu noch zulässigen körperlichen Belastung sowie zur individuell besten Therapieform. Dabei spielen auch Begleiterkrankungen und Ihr Alter eine wichtige Rolle.

 

Gemeinsame Entscheidungsfindung in der Herzklappenbehandlung

Der Global Heart Hub hat am 24.2.2022 in Zusammenarbeit mit The Health Policy Partnership, unserem Verein „Meine Herzklappe“ sowie weiteren Beiräten einen Patientenleitfaden zur gemeinsamen Entscheidungsfindung für Menschen mit Herzklappenerkrankungen veröffentlicht.

Gemäß den neuesten ESC/EACTS-Leitlinien für das Management von Herzklappenerkrankungen sollten Patienten eingeladen werden, an der Wahl ihrer Behandlung mitzuwirken. Dieser Leitfaden zielt darauf ab, Menschen mit Herzklappenerkrankungen bei der Teilnahme an der Entscheidungsfindung über ihre Behandlung zu unterstützen. Die gemeinsame Entscheidungsfindung geht über die Aufklärung einer Person über ihre Krankheit hinaus. Ärzte und Patienten arbeiten zusammen, um die am besten geeignete Behandlung auszuwählen, basierend auf den Präferenzen und Zielen des Patienten sowie klinischen Nachweisen und dem Fachwissen des Arztes. Es hat sich gezeigt, dass die gemeinsame Entscheidungsfindung die Patientenzufriedenheit sowie die Lebensqualität entscheidend verbessert. Leider findet sie oft (noch) nicht statt. 

Hier können Sie sich den Patientenleitfaden, eine Kurzform davon sowie die Checkliste für die gemeinsame Entscheidungsfindung anschauen und herunterladen.

Früherkennung
& Symptome

So erkennen Sie, ob Sie an einer Herzklappenerkrankung leiden.

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