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Heute ist Weltherztag 2025


Frauenherzen in Gefahr - Neue Studie zeigt gravierende geschlechtsspezifische Versorgungslücken bei Herzklappenerkrankungen


Anlässlich des Weltherztages am 29. September warnt der Verein "Meine Herzklappe" vor erheblichen geschlechtsspezifischen Unterschieden in der kardiologischen Versorgung. Der soeben veröffentlichte Bericht "Für eine geschlechtersensible Herzklappenmedizin" belegt: Frauen mit Herzklappenerkrankungen werden systematisch später diagnostiziert und erhalten seltener rechtzeitig die optimale Behandlung.


Herzklappenerkrankungen bei Frauen: Unspezifische Symptome, späte Diagnosen

Während Herzklappenerkrankungen bei Männern oft mit klassischen Symptomen wie Wassereinlagerungen oder Herzstolpern auftreten, zeigen sich bei Frauen häufig unspezifische Beschwerden wie Luftnot, Erschöpfung oder Abgeschlagenheit. Diese Unterschiede führen dazu, dass die Erkrankung bei Frauen oft fehlgedeutet wird - mit lebensgefährlichen Verzögerungen als Folge.


Univ.-Prof. Dr. Raphael Rosenhek, Leiter des Vienna Heart Center - Rudolfinerhaus Privatklinik und Vizepräsident des Vereins "Meine Herzklappe", erklärt: "Frauen mit Herzklappenproblemen werden im Durchschnitt später diagnostiziert, später an Spezialisten überwiesen und später behandelt. Es ist nicht selten, dass ihre Symptome falsch interpretiert werden, was zu vermeidbaren Komplikationen führen kann."


Neuer Bericht fordert geschlechtsspezifische Diagnosekriterien


Der heute vorgestellte Bericht zeigt konkrete Lösungsansätze auf. Dazu gehören die Etablierung geschlechtsspezifischer Grenzwerte bei bildgebenden Verfahren, die Indexierung von Herzkammervolumina auf die Körperoberfläche sowie gezielte Schulungen für Hausärzte.

Univ.-Prof. Dr. Christian Hengstenberg, Leiter der Klinischen Abteilung für Kardiologie Medizinische Universität Wien und Präsident des Vereins "Meine Herzklappe", betont: "Regelmäßige Screening-Untersuchungen könnten die Dunkelziffer bei Frauen signifikant senken. Ein einfacher Stethoskop-Check ab dem 50. Lebensjahr könnte viele unerkannte Fälle aufdecken."


Psychosoziale Barrieren verschärfen das Problem

Der Bericht identifiziert zudem psychosoziale Faktoren: Frauen stimmen seltener notwendigen Operationen zu, oft aus Angst vor Komplikationen oder wegen familiärer Verpflichtungen. Zudem werden ihre Beschwerden in der medizinischen Versorgung häufiger bagatellisiert.


Anlässlich des Weltherztages fordert der Verein "Meine Herzklappe" eine geschlechtersensible Medizin, die die biologischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern systematisch berücksichtigt. Nur so kann eine optimale Versorgung für alle Patientinnen und Patienten gewährleistet werden.

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