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Einfluss und prognostische Bedeutung der Aortenstenose über das gesamte Herzinsuffizienz-Spektrum


Eine wichtige neue Studie der MedUni Wien hat untersucht, wie häufig und gefährlich eine Aortenstenose bei Menschen mit Herzinsuffizienz ist – und die Ergebnisse sind sehr aufschlussreich.


Daten von fast 23.000 Patient:innen über 10 Jahre wurden untersucht. Dabei kam folgendes Ergebnis heraus:

➡️Häufigkeit -  Aortenstenose (AS) ist häufig bei Herzinsuffizienz: 6,5% schwere AS, 5,5% moderate AS, 2,5% Low-Gradient AS.

➡️Assoziation mit Herzinsuffizienz-Subtyp: Die meisten Patienten hatten eine HI mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF), unabhängig vom AS-Schweregrad.

➡️Prognose: Bereits moderate AS geht mit einem signifikant erhöhten Sterberisiko einher, das mit dem Schweregrad steigt. Dies gilt für alle HI-Subtypen.

➡️Versorgungslücke: Trotz klarer Leitlinienempfehlungen erhielten nur 59,5% der Patienten mit schwerer AS innerhalb von 2 Jahren einen Aortenklappenersatz.


Die Studie zeigt: Eine Aortenstenose ist bei Herzinsuffizienz ein ernstzunehmender Risikofaktor, der oft unterschätzt wird. Auch eine nicht-schwere AS stellt bei HI ein erhebliches Risiko dar. Es besteht ein deutliches „Treatment Gap“ und ein Bedarf an prospektiven Studien für frühere Interventionsstrategien. Kliniker sollten bei HI-Patienten mit moderater AS wachsam sein und eine engmaschige Verlaufskontrolle erwägen.

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