Aortenklappenstenose
Die Aortenklappe verhindert den Rückfluss des Blutes aus der Aorta ins Herz. Von einer Aortenklappenstenose spricht man, wenn die Klappe verengt ist. Das Herz muss mehr arbeiten, um den Körperkreislauf aufrecht zu erhalten. Im Spätstadium kann es zum Auftreten einer Herzschwäche sowie zu Herzrhyth-musstörungen kommen.

Die Aortenklappe besteht aus drei Taschen:
Bei der gesunden Aortenklappe sind diese Klappenteile geschmeidig und öffnen und schließen vollständig, damit das Blut ungehindert fließen kann.
Bei der Aortenklappenstenose kann sich die Klappe nicht mehr vollständig öffnen, der Blutfluss aus dem Herzen ist behindert.
Bei der häufigsten Form der Aortenklappenstenose kommt es im Alter zu einer Verkalkung der Klappen, so dass sich diese nicht mehr ganz öffnen können. Unbehandelt kann die Aortenklappenstenose zu einer Herzschwäche führen und es besteht ein erhöhtes Sterberisiko.
DIE AORTENKLAPPENSTENOSE IST BEI FRÜHZEITIGER ERKENNUNG SEHR GUT BEHANDELBAR!
Die biskuspide Aortenklappe

Eine bikuspide Aortenklappe ist der häufigste angeborene Herzklappenfehler, bei dem die Aortenklappe anstelle von 3 Taschen nur 2 Taschen besitzt. Dieser Herzklappenfehler kommt bei ca. 1 bis 2% der Bevölkerung vor und tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf.
In jungen Jahren bestehen meist keine Symptome. Das Klappengewebe ist jedoch einer erhöhten Belastung ausgesetzt, so dass es schon ab 30 zu einer Aortenstenose komme kann
Auch eine Aorteninsuffizienz ist möglich, da bikuspide Aortenklappen häufig keinen ausreichenden Klappenschluss ermöglichen. In vielen Fällen ist eine bikuspide Aortenklappe mit einem Aortenaneurysma (Erweiterung der Hauptschlagader) verbunden.
Eine bikuspide Aortenklappe ist ein Zeichen dafür, dass das Bindegewebe der Aortenwand von Natur aus meist etwas schwächer ist als normal. Deshalb haben Menschen mit einer bikuspiden Aortenklappe ein deutlich höheres Risiko, im Laufe des Lebens ein Aortenaneurysma, das meist oberhalb der Klappe liegt, zu entwickeln.
Wenn Sie eine bikuspide Aortenklappe haben, sollte Ihre Aorta regelmäßig per Ultraschall oder CT kontrolliert werden – und zwar völlig unabhängig davon, ob die Klappe aktuell Probleme macht.
Umgekehrt gilt: Wenn bei Ihnen ein Aortenaneurysma festgestellt wurde, wird Ihr Arzt auch Ihre Aortenklappe genau anschauen, in der Regel mit einer Herz-Ultraschalluntersuchung, der Echokardiographie.
Was die Behandlung angeht, werden die erweiterte Aorta und die kranke Klappe oft gemeinsam in einer einzigen Operation korrigiert, sobald dies nötig wird. Die Entscheidung, wann operiert wird, hängt vor allem von der Größe des Aneurysmas und dem Zustand der Klappe ab.
Was Sie selbst tun können: Stellen Sie Ihren Blutdruck gut ein, meist wird ein Zielwert unter 130/80 mmHg angestrebt, hören Sie auf jeden Fall mit dem Rauchen auf – das ist entscheidend – und halten Sie alle regelmäßigen Kontrolltermine bei Ihrem Kardiologen zuverlässig ein.
Symptome der Aortenklappenstenose
Im Anfangsstadium sind meist keine Symptome vorhanden.
Bei fortschreitender Erkrankung können folgende Symptome auftreten:
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Kurzatmigkeit bei Belastung
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Ohnmachtsanfälle
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Engegefühl auf der Brust bzw. Brustschmerzen
Als Vorboten zeichnen sich manchmal Schwindelgefühl und Müdigkeit ab.
Diagnose
Beim Abhören mit dem Stethoskop hört der Arzt das typische Geräusch der Aortenklappenstenose. Die Diagnose und der Schweregrad wird durch die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) gesichert.
Gemeinsam mit dem Patienten entwickelt ein erfahrenes Herz–Team, das aus Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten besteht, ein individuelles Behandlungskonzept.
In einem ausführlichen Gespräch wird der Patient über Nutzen, Risiken und mögliche Komplikationen der vorgeschlagenen Behandlungsmöglichkeit informiert.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregerad der Erkrankung. Bei Beschwerdefreiheit reicht meist eine engmaschige Kontrolle bei Ihrem Kardiologen.
Falls Sie zwischen den Kontrollterminen neue Symptome verspüren, suchen Sie bitte sofort Ihren behandelnden Arzt auf!
Muss Ihre Herzklappe ersetzt werden, gibt es aktuell zwei Behandlungsmethoden:
Das Standardverfahren
Der Brustkorb wird ganz oder teilweise geöffnet, der Körper wird an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und die alte erkrankte Herzklappe durch eine neue - biologische oder mechanische - ersetzt.
Die Option an 75 und für Patient:nnen mit höherem Operationsrisiko
Die neue Herzklappe wird bei örtlicher Betäubung über ein Kathetersystem meist über die Leistengefäße eingeführt und in die alte Herzklappe eingesetzt.
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