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Internationale Herzklappenwoche - Die Mitralinsuffizienz – wenn das Herz sein „Einlassventil“ nicht mehr richtig schließen kann.

18. Sept.
1 Min. Lesezeit

Die Mitralklappe ist das „Einlassventil“ zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Sie sorgt dafür, dass bei jedem Herzschlag das Blut vorwärts durch das Herz fließt – und verhindert den Rückstrom in den Vorhof.


Bei einer Mitralinsuffizienz schließt diese Klappe nicht mehr vollständig. Die Folge: Bei jedem Herzschlag fließt Blut in die falsche Richtung zurück – in den linken Vorhof.


Die Symptome – oft lange unterschätzt:

Leichte Formen der Mitralinsuffizienz sind häufig völlig symptomfrei. Bei mittel- bis hochgradiger Erkrankung können jedoch folgende Warnsignale auftreten:

🔹 Luftnot – besonders bei Belastung oder im Liegen

🔹 Verminderte Belastbarkeit & schnelle Erschöpfung 

🔹 Herzrasen, Herzstolpern 

🔹 Geschwollene Beine oder Knöchel, Ödeme 


Die Diagnose – einfach, aber entscheidend:

Bereits beim Abhören mit dem Stethoskop hört der Arzt das für die Mitralinsuffizienz typische Geräusch. Gesichert wird die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Hier sieht der Arzt den Rückfluss des Blutes.


Die Behandlung

Leichte, mittelschwere und manche beschwerdefreie höhergradige Formen müssen nicht sofort behandelt werden, jedoch engmaschig vom Kardiologen kontrolliert werden. Wenn Symptome auftreten oder die Herzfunktion geschwächt ist, besteht die Indikation zur Behandlung:

🔹 Offene Herz-OP – die Klappe kann repariert (Rekonstruktion) oder ersetzt werden

 🔹 Minimal-invasive Chirurgie – für Patient:innen mit erhöhtem Operationsrisiko

 🔹 Kathetergestützter Eingriff (Mitra-Clip) – die Undichtheit wird minimal-invasiv behoben


Wichtig: Wenn die Mitralinsuffizienz als Folge einer Herzschwäche auftritt, ist zunächst eine Herzschwächetherapie erforderlich.


Die gute Nachricht: Eine erfolgreiche Behandlung führt auch im hohen Alter wieder zu mehr Lebensqualität! Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung ist die Prognose gut.


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