Herz-Vorsorge im Betrieb: Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nicht nur die häufigste Todesursache, sondern auch einer der Hauptgründe für Langzeitausfälle und Frührente . Für Unternehmen bedeutet das: Jeder Mitarbeiter, der an einem Herzinfarkt oder einer anderen kardiovaskulären Erkrankung erkrankt, kostet nicht nur wertvolles Know-how, sondern auch Zeit, Geld und Produktivität.
Doch es gibt eine Lösung – und sie liegt näher, als viele denken: Die betriebliche Herz-Vorsorge während der Arbeitszeit.
Die Realität vieler Berufstätiger sieht so aus: Nach einem langen Arbeitstag bleiben familiäre Verpflichtungen – Kinder betreuen, Einkäufe erledigen, den Haushalt schmeißen. Die Energie und Zeit, um selbstständig einen Arzttermin für eine Vorsorgeuntersuchung zu organisieren, fehlt schlichtweg. Das Ergebnis: Wichtige Gesundheitschecks werden aufgeschoben oder bleiben ganz aus.
➡️Doch es gibt eine Lösung: Betriebliche Herz-Vorsorge während der Arbeitszeit.
Genau hier setzt eine vielversprechende Idee an, die bereits in anderen Ländern erprobt wird : Herz-Kreislauf-Screenings direkt im Betrieb während der Arbeitszeit. Ein niederschwelliges Angebot, das Hürden abbaut:
- Kein zusätzlicher Zeitaufwand: Die Untersuchung findet innerhalb der regulären Arbeitszeit statt.
- Keine organisatorische Hürde: Der Betriebsarzt oder ein mobiles Screening-Team kommt direkt ins Unternehmen.
- Keine Ausrede: „Ich hatte keine Zeit“ gilt nicht mehr – denn die Zeit wird aktiv zur Verfügung gestellt.
In unserem offenen Brief an das Gesundheitsministerium fordern wir ein bundesweites, strukturiertes Vorsorgeprogramm nach § 132b ASVG, angelehnt an den EU Cardiovascular Health Plan („EU Safe Hearts“) und die Empfehlungen der European Society of Cardiology:
- Erweiterte Vorsorgeuntersuchung ab 35 Jahren alle 5 Jahre mit Ruhe-EKG, umfassendem Labor (Lipidprofil, Glukosestoffwechsel, Lipoprotein(a), Nierenstatus) und klinischer Untersuchung.
- Ab 50 Jahren zusätzlich: Echokardiographie zur Früherkennung asymptomatischer Herzklappenerkrankungen.
Dieses Programm würde Leben retten, Leid vermeiden und langfristig das Gesundheitssystem finanziell entlasten.
Aber: Wir können nicht nur auf die Politik warten. Unternehmen können jetzt handeln, indem sie betriebliche Gesundheitsförderung mit Fokus Herz etablieren – mit regelmäßigen Herz-Checks als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Der Nutzen: Gesundere Mitarbeiter, weniger Ausfälle und höhere Produktivität!
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