Herzinfarkt
Bei einem Herzinfarkt denken wir oft an einen Mann, der sich plötzlich wegen eines stechenden Schmerzes, der bis in den Arm zieht, an die Brust fasst.
Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) entsteht durch den Verschluss eines oder mehrerer Herzkranzgefäße (Koronararterien). Dadurch kommt es zu einer anhaltenden Minder-durchblutung des Herzmuskels. Ohne rasche und wirksame Hilfe stirbt der nicht mehr durchblutete Teil des Herzmuskels ab.

Frauen erleiden seltener einen Herzinfarkt - und er wird oft übersehen, da sich die Symptome bei Männern und Frauen unterscheiden können.
Risikofaktoren
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Rauchen
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Bluthochdruck
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hohe Blutfettwerte
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Diabetes mellitus
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Unausgewogene Ernährung
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Übergewicht
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Bewegungsmangel
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Stress
Nicht beeinflussbare Faktoren:
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Lebensalter (Männer über 45 Jahre; Frauen über 55 Jahre)
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Erbliche Faktoren: Herzinfarkte, Bypass-OP, Schlaganfall bei Familienangehörigen ersten Grades
Symptome
Die Symptome eines akuten Herzinfarktes sind oftmals so plötzlich und massiv, dass Betroffene und ihre Umgebung den lebensbedrohlichen Zustand schnell erkennen. Diese Symptome halten für mindestens fünf Minuten an, können variabel ausgeprägt sein und bessern sich auch nicht im Ruhezustand.

Therapie
Bei einem Herzinfarkt ist die Zeit entscheidend! Jede Minute zählt!
Je schneller die Betroffenen behandelt werden, desto weniger Herzmuskelgewebe stirbt ab. Zudem besteht ein Risiko für lebensbedrohliche Rhythmusstörungen.
Ziel der Therapie ist, das verschlossene Blutgefäß so schnell wie möglich zu öffnen und die Durchblutung des Herzmuskels wieder herzustellen. Dies hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Mechanische Wiederherstellung der Durchblutung durch Stents

Es wird unter örtlicher Betäubung ein Katheter in die Leisten- oder Armarterie eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben (Koronarangiographie). st das verengte oder verschlossene Gefäß gefunden, wird es mit einem Ballon aufgedehnt und ein sogenannter Stent eingesetzt.
Medikamentöse Wiederherstellung der Durchblutung (Fibrinolyse)
Der Patient erhält über einen Venenzugang ein Medikament, das Blutgerinnsel auflösen kann. Anschließend sollte so schnell wie möglich eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt werden.
Wird der Herzinfarkt zu spät erkannt und behandelt, kann bereits viel Herzmuskel abgestorben sein. Die Folge kann eine dauerhafte Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sein.
Aber auch wenn ein Herzinfarkt sofort behandelt wird und keine Schäden entstanden sind, muss die Ursache - meist eine Verengung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) - behandelt werden:
Einnahme von Medikamenten
- Unterstützung des Herzmuskels
- Behandlung der Blutplättchen
- Kontrolle des Blutdrucks
- Reduktion des Cholesterin-Spiegels
Änderung des Lebensstils
- gesunde Ernährung
- mehr Bewegung
- Rauchen beenden
Risikofaktoren günstig beeinflussen
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