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Ein langer Weg zur neuen Herzklappe

2012 bekam Walter eine überraschende Nachricht. Nach der Pensionierung seines Internisten suchte er die Ordination eines neuen Herzspezialisten auf, der ihm empfohlen worden war. Obwohl er keinerlei Symptome hatte, entdeckte der Arzt bei einer der folgenden Routine-Untersuchungen, dass seine Aorta und zwei Herzklappen dringend operiert werden mussten. Alles Weitere wurde nicht lange hinausgezögert – er wurde kurz darauf im Krankenhaus aufgenommen. Die Operation am offenen Herzen und die Rekonstruktion zweier seiner Herzklappen waren ein Erfolg. Verhältnismäßig schnell stand Walter wieder auf den Beinen und genoss nach der Reha seine aktiven Jahre mit seiner Ehefrau Elfriede. Beide verbrachten die Zeit gerne draußen in der Natur und betrieben viel Sport, um sich fit zu halten. 

Verzögerte Diagnose

Sechs Jahre später traten jedoch Probleme auf. Walter litt unter starken Atemproblemen. Der aus Wien stammende Mann wog sich täglich ab, daher bemerkte er zusätzlich eine ungewöhnliche Gewichtszunahme – sein diastolischer Blutdruck war mit einem Wert von 37 darüber hinaus niedrig. Ärzte diagnostizierten aufgrund einer Herzerweiterung und Wassers in der Lunge eine Herzschwäche. Erst nach vielen Terminen bei unterschiedlichen Medizinern und etlichen Stunden, die er gemeinsam mit seiner Frau in den Wartezimmern verbrachte, stellte die diensthabende Kardiologin in einem Wiener Krankenhaus eine massive Klappenerweiterung fest. 

Durch intensive Entwässerung konnte Walter noch im selben Jahr – im August 2018 – operiert werden. Die Ärzte rieten ihm zu einer katheterbasierten Aortenklappenimplantation (TAVI) – jedoch war zuerst unsicher, ob die minimal-invasive Methode wegen seiner Gefäßverkalkung überhaupt angewandt werden konnte. Über das Schlüsselbein, wo durch einen Schnitt der Katheter in den Blutkreislauf eingeführt wurde, war dies zum Schluss möglich. Er war sehr dankbar, in dieser Phase von einem kompetenten Oberarzt begleitet zu werden. Von dem Eingriff erholte sich Walter rasch – vier Tage später konnte er bereits mit seiner Frau das Krankenhaus verlassen. In der anschließenden Reha ging es weiter bergauf

Wieder aktiv dank TAVI

Heute steht Walter wieder voll im Leben – er ist bei seinen Freizeitaktivitäten in keinster Weise eingeschränkt.  Im Gegenteil: Walter und seine Frau Elfi turnen jeden Morgen etwa eine Stunde und gehen einmal in der Woche in den Turnverein. Flottes Spazieren, Nordic Walking und Radfahren zählen ebenfalls zu ihrem regelmäßigen Sportprogramm. Zu Ostern geht Walter vermutlich sogar wieder Schi fahren. „Ich bin wieder lebenslustig und fühle mich rundum wohl“, sagt Walter. Er rät Betroffenen, so früh wie möglich einen Chirurgen ihres Vertrauens aufzusuchen, denn langes Zuwarten sei nicht ratsam.

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