Value-Based Healthcare Training – ein echter Augenöffner
- office30899
- 8. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Value-Based Healthcare VBHC - eine sehr wichtige Fortbildung, an der ich heute für Meine Herzklappe teilnehmen durfte. Bei diesem Konzept steht der Patient im Mittelpunk, der "Patient Value", also die Ergebnisse, die Patienten wirklich wichtig sind. Dazu gehört die Messung von Outcomes wie Lebensqualität, Kontinenz oder Rückkehr in den Alltag – nicht nur das reine Überleben. Und natürlich geht es dabei auch um die Kosten - aber nicht für einzelne Leistungen, sondern über die gesamten Kosten des gesamten Behandlungszyklus.
Ein Highlight des Tages war für mich die interaktive Fallstudie der Martini Klinik aus Hamburg, dem weltweit größten Prostatakrebs-Zentrum. Die Klinik misst seit 1994 für jeden Patienten langfristige Ergebnisse wie Kontinenz, Potenz und Rezidivfreiheit. Dadurch hat sie ihre Behandlungsergebnisse dramatisch verbessert – bei gleichen oder sogar niedrigeren Kosten.
Was bedeutet das für die Behandlung von Herzerkrankungen in Österreich? Für Herzpatienten zählt nicht nur, ob sie eine Operation überleben. Entscheidend ist, wie schnell sie in den Beruf zurückkehren können, wie ihre Lebensqualität nach einem Herzklappen-Eingriff, einer Bypass-OP oder nach Herzinsuffizienz-Behandlung ist und ob weniger Komplikationen oder Rehospitalisierungen auftreten.
Wenn wir systematisch messen, was Patienten wirklich wichtig ist, können wir Kliniken und Ärzte vergleichen, Best Practices identifizieren und gezielt verbessern – genau wie in Hamburg.
Eine teure Herz-OP kann insgesamt günstiger sein, wenn dadurch jahrelange Folgekosten durch Komplikationen oder mangelnde Nachsorge vermieden werden.
Mein Takeaway: VBHC ist keine Theorie. Es funktioniert bereits – in der Martini Klinik, bei Diabeter oder in Stockholm für Hüft- und Kniegelenke. Jetzt geht es darum, diese Prinzipien auf die Kardiologie in Österreich zu übertragen. Das braucht einen echten Kulturwandel und den Mut, Outcomes zu messen und transparent zu kommunizieren. Aber es lohnt sich – für Patienten, für Teams und für das gesamte System.
Danke an den Global Heart Hub für diese inspirierende Session. Ich nehme für Meine Herzklappe viel mit.
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