Am 6. Februar ist GoRedAustria – Zeit, über Frauenherzen zu sprechen. Und zwar über unsere Herzklappen.

Wussten Sie, dass die aktuellen Behandlungsstandards bei Herzklappenerkrankungen vorwiegend auf Daten männlicher Patienten basieren? Das ist gefährlich für Frauen, denn dies bedeutet häufig spätere Diagnose - spätere Diagnose und spätere Behandlung.
Ihre Symptome – wie Müdigkeit oder Atemnot – werden häufiger fehlgedeutet.
Auch bei der Anamnese im Herzecho gibt es große Unterschiede. Die Aortenklappenstenose ist hier ein Beispiel: Bei Frauen ist die Klappe seltener stark verkalkt, aber durch narbige Veränderungen trotzdem gefährlich verengt. Daher muss man die geschlechtsspezifischen Grenzwerte beim Herzecho dringend anpassen!
Ein „Stethoskop-Check“ ab 50 sollte Standard werden. So kann keine Herzklappenerkrankungen mehr übersehen werden. Zudem müssen wir Ärzt:innen dafür sensibilisieren, dass „unspezifische“ Symptome bei Frauen lebenswichtige Warnzeichen sein können.
Am 6. Februar ist #GoRedAu
stria – der Aktionstag für Frauengesundheit in Österreich.
Nehmen wir ihn zum Anlass:
➡️Aufzuklären: Über die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Herzklappenerkrankungen.
➡️Zu fordern: Geschlechtersensible Diagnosekriterien, mehr Frauen in klinischen Studien und eine Überarbeitung der Leitlinien.
➡️Zuzuhören: Wenn eine Patientin von Müdigkeit und Luftnot berichtet, denken Sie an das Herz.
Was Sie tun können: Teilen Sie diesen Post, um das Bewusstsein zu schärfen. Sprechen Sie mit Ihrer Kardiologin/Ihrem Kardiologen über geschlechtersensible Diagnostik. Und tragen Sie am 6. Februar etwas Rotes als Zeichen der Solidarität❤️
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